Spielbericht Eschweger TSV - TSG Dittershausen 24:28 (9:14):

Eschweger TSV steht sich selbst im Weg - Eschwege verliert gegen Dittershausen mit 24:28:
Landesligist unterliegt der TSG Dittershausen mit 24:28 – Verwirrung um Spielbericht

Nach dem Überraschungscoup gegen Großenlüder setzte es am Samstagabend eine verdiente Heimniederlage für den Handball-Landesligisten Eschweger TSV. Bei der 24:28 (9:14)-Niederlage gegen die TSG Dittershausen konnte niemand bei den Gastgebern an die guten Leistungen der Vorwoche anknüpfen.

Der Fehler im Spielbericht
Marian Clipea erzielt das erste Tor des Spiels für den ETSV. So weit, so gut. Beim Stande von 1:3 in der siebten Minute unterbricht der Sekretärstisch das Spiel und ruft die Schiedsrichter zu sich. Nach Diskussionen mit den Offiziellen wird bekannt gegeben: Clipea darf nicht weiterspielen. Der Grund: ein Formfehler. Im elektronischen Spielbericht wurde der falsche Spieler ausgewählt, der in der Datenbank mit derselben Rückennummer gelistet ist (siehe "Hintergrund" unten). Eine Korrektur ist nicht möglich. Der Rückraumspieler muss auf die Tribüne und wird im Laufe des Spiels schmerzlich vermisst.

Die erste Halbzeit
Nach der Unterbrechung scheinen die Hausherren wachgerüttelt, gleichen schnell aus und gehen mit 5:4 (12.) in Führung. In der Folge verliert der ETSV nach einer Unterzahlphase jedoch völlig den Faden. In der Defensive offenbaren die Eschweger immer wieder Lücken und haben kaum noch Zugriff auf die quirligen Gäste, die den Ball gut laufen lassen und geduldig Chancen herausspielen. In der Offensive fehlt die Durchschlagskraft. Viele Angriffe werden überhastet abgeschlossen und landen im Abwehrblock der TSG. Drei Siebenmeter werden vergeben. Die Gastgeber beginnen zu hadern – mit sich, aber vor allem mit dem jungen Schiedsrichtergespann. Das kostet Energie. Dittershausen bestraft alle Fehler konsequent, leistet sich kaum eigene und setzt sich über 8:6 und 11:8 bis zur verdienten Pausenführung auf 14:9 ab.

Die zweite Halbzeit
Nach der Pause geht es zunächst weiter wie zuvor. Unkonzentriertheiten im Aufbauspiel des ETSV nutzen die Gäste zu einfachen Toren und bauen ihre Führung auf 20:12 (39.) aus. Ein Debakel bahnt sich an. Doch dann geht ein Ruck durch das Team der Dietemänner. Plötzlich wird in der Abwehr mit der nötigen Aggressivität angepackt. Laurian Brici, der zuvor von seinen Vorderleuten oft im Stich gelassen wurde, vernagelt seinen Kasten. Und jetzt läuft es auch im Angriff. Der ETSV erzielt durch Stephan (2), Guthardt, Spannknebel und Zidar (2) sechs Treffer in nur fünf Minuten, bleibt dabei ohne Gegentor und ist beim Stande von 18:20 (45.) wieder im Spiel.
Philipp Haaß leitet nach einigen torlosen Minuten mit dem Treffer zum 19:21 (51.) die Schlussphase ein. Aber näher kommt der ETSV nicht heran. Schwindende Kräfte führen zu unnötigen Passfehlern, im Abschluss fehlt die Geduld und Überzahlphasen werden nicht ausgenutzt. So bleibt es beim Rückstand und dem verdienten Sieg für die TSG, die mit mannschaftlicher Geschlossenheit überzeugte.

Das Fazit
„Wir haben heute einen ganz schlechten Tag erwischt. Unsere schlechteste Saisonleistung bisher, zumindest kämpferisch hat es in der zweiten Halbzeit gestimmt“, sagt ETSV-Trainer Liviu Pavel. „Auch die Schiedsrichter haben keine gute Arbeit gezeigt, viele Fehlentscheidungen getroffen. Die Schuld liegt aber klar bei uns. Die Liga ist so ausgeglichen, da kann jeder gegen jeden gewinnen und heute war der Gegner besser. Wir stecken jetzt den Kopf aber nicht in den Sand, sondern schauen nach vorn.“

Statistik:

Spielfilm:  1:0 (1.), 1:3 (6.), 4:3 (10.), 5:7 (15.), 7:9 (20.), 8:13 (26.), 9:14 (29.) - 9:15 (32.), 11:17 (35.), 13:20 (40.), 18:20 (45.), 19;21 (51.), 22:25 (56.) 24:28 (60.).
Der Eschweger TSV spielte mit: Brici - Spannknebel 1, Clipea 1, Meyer, Gebhardt 1, Beyer, Guthardt 1, Haaß 1, Zidar 8/2, Stephan 6, Vaupel 5.

Schiedsrichter: Mumberg/Salfer (HSC Langenhagen/TSV Langenthal); Siebenmeter: 4/7 - 6/7, Zeitstrafen: 8 - 12 Minuten

Das sagt der Trainer:
"Wir haben heute einen ganz schlechten Tag erwischt. Unsere schlechteste Saisonleistung bisher, zumindest kämpferisch hat es in der zweiten Halbzeit gestimmt. Auch die Schiedsrichter haben keine gute Arbeit gezeigt, viele Fehlentscheidungen getroffen. Die Schuld liegt aber klar bei uns. Die Liga ist so ausgeglichen, da kann jeder gegen jeden gewinnen und heute war der Gegner besser. Wir stecken jetzt den Kopf nicht in den Sand, schauen nach vorn und werden unser Ziel Klassenerhalt nicht aus den Augen verlieren und weiter Punkt für Punkt sammeln."

Hintergrund:
Alle Mannschaften müssen beim HHV eine digitale Spielerliste hinterlegen. Der jeweilige Sekretär erhält vor Spielbeginn die endgültigen Aufstellungen der Teams auf einem Blatt Papier – mögliche Nachtragungen müssen dort bereits verzeichnet sein - und überträgt aus der Online-Datenbank die Spieler aus diesen Listen in den elektronischen Spielbericht. Der ETSV hat dort auch die Spieler samt Rückennumer der ehemaligen zweiten Mannschaft eingetragen. Doppelte Nummern werden vom System nicht ausgeschlossen und da passierte der Fehler: Marian Clipea und Matthias Müller sind beide mit der 4 eingetragen, der Sektretär schaute nur auf die Nummer und nicht nach dem Namen auf dem Papier. Den Offiziellen fiel der Fehler nicht auf. Und da Clipea natürlich nicht als mögliche Nachtragung gekennzeichnet wurde, war eine Korrektur nicht mehr möglich.

Spielbericht: Werra-Rundschau, Fotos: Constantin Beyer - vielen Dank!

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