Spielbericht Eschweger TSV - TG Wehlheiden 30:33 (17:14)

Das Top-Team fast geknackt - Drei Punkte, die bei der 30:33-Niederlage des ETSV gegen den Landesliga-Zweiten Wehlheiden auffielen

40 Minuten lang sah es so richtig gut aus für die Landesliga-Handballer vom Eschweger TSV. Die Zeichen standen nach der 17:14-Pausenführung gegen den Tabellenzweiten aus Wehlheiden auf Überraschung. Dann ließen die Kräfte nach und ein Gästeakteur drehte mächtig auf. Drei Punkte, die das spannende Spiel kennzeichneten.

1. Die ETSV-Abwehr: In der Defensive machten die Eschweger ihren Gästen das Leben zu Beginn so richtig schwer. Mit dem Rückkehrer Marian Clipea etwas vorgezogen sowie Michael Spannknebel und Mike Guthardt dahinter engten sie die Kreise der Wehlheidener gekonnt ein. Auch Keeper Laurian Brici hatte ein paar starke Szenen, auch wenn er nicht total überragend war. In der ersten Halbzeit gelang es den Eschwegern sogar, Wehlheidens Offensiv-Waffe Dino Duketis bis auf ein paar Ausnahmen unter Kontrolle zu halten, der aber in Halbzeit zwei zum Matchwinner avancieren und die Partie mit 13 Treffern zu Gunsten der Gäste entscheiden sollte.

2. Der explosive Rückraum: Dass Marian Clipea wieder an Bord war, nachdem er vergangene Woche wegen eines Fehlers im Spielberichtsbogen nicht spielen durfte, merkte man im Angriffsspiel der Dietemänner. Er selbst war mit elf Toren erfolgreichster Werfer seiner Farben. Clipea bewies oft einen guten Riecher und traf nach Kontern, erzielte aber auch etliche Treffer durch wuchtige Sprungwürfe über die gegnerische Deckung hinweg.
Außerdem profitierten seine Nebenleute davon, dass er mehrere Gegenspieler band und clevere Abspiele parat hatte. So blühte Philipp Haaß im rechten Rückraum mit sechs Toren auf. Klaus Stephan traf fünfmal, davon dreimal vom Siebenmeterpunkt aus. Auch die Außenspieler Niklas Vaupel (drei Tore) und Maurice Meyer (zwei Tore) waren gut ins Offensivspiel integriert. Lediglich bei Spielmacher Mike Guthardt drückte ein wenig der Schuh. Er trug sich nur zweimal in die Liste der Torschützen ein und hatte ein paar unglückliche Fehlwürfe oder nicht angekommene Abspiele dabei. Tomislav Zidar fehlte verletzt.

3. Der Matchwinner: Er trug leider kein blau-weißes Trikot. Dino Duketis hieß der Mann der Stunde. Der abgezockte Linkshänder überflügelte sogar Eschweges Clipea und war mit seinen sage und schreibe 13 Toren der entscheidende Mann für die am Ende doch noch siegreiche TG Wehlheiden. Der ETSV hatte lange das Heft des Handelns in der Hand, führte 5:3 (11.), 10:6 (20.) und 17:14 (30.). Doch bis zur 40. Minute arbeitete sich die TG schon heran und glich aus zum 18:18 (36.). Dino Duketis hatte eine Phase, in der er fast jeden Angriff in ein Tor zu verwandeln schien, egal ob als Rechtsaußen oder vom rechten Rückraum aus. So riss Wehlheiden das Ruder über die Stationen 22:24 (44.), 27:29 (52.) und 30:31 (59.) noch rum.

Spielfilm: 1:0 (1.), 2:2 (5.), 5:3 (11.), 8:5 (15,), 11:7 (20.), 13:12 (25.), 17:14 (29./30.) - 18:14 (31.), 18:18 (36.), 21:19 (40.), 23:24 (45.), 25:29 (50.), 28:30 (56.), 30:33 (60.).

Für den Eschweger TSV spielten: Brici - Spannknebel 1, Clipea 11, Löbens n.e., Meyer 2, Gebhardt, Beyer, Guthardt 2, Haaß 6, Stephan 5/3, Vaupel 3.

Statistik: Schiedsrichter: Sascha Frank/Jörg Steiß (HSG Großen-Buseck/Beuern), Siebenmeter: 3/3 - 4/4, Zeitstrafen: 8/10 Minuten;

Spielbericht: Florian Künemund (Werra-Rundschau), Ergänzungen: Benjamin Brill, Fotos: Markus Claus - Vielen Dank!

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