Spielbericht HSG Fuldatal/Wolfsanger - Eschweger TSV 33:36 (14:14)

Sieg des größeren Willens - Eschweger TSV liegt oft hoch zurück, gewinnt aber 36:33

Zwei ganz wichtige Punkte und den ersten Auswärtssieg der Saison feierten die Landesliga-Handballer des Eschweger TSV am Sonntagabend bei ihrem Gastspiel bei Aufsteiger HSG Fuldatal/Wolfsanger. Beim 33:36 (14:14) überzeugten die Dietemänner einmal mehr mit ihrer kämpferischen Leistung. Der ETSV holte mehrmals einen Rückstand auf, bewies in der hektischen Schlussphase mehr Cleverness und hatte in Marian Clipea den überragenden Akteur in seinen Reihen.

Die Erste Halbzeit
Zunächst sah es überhaupt nicht danach aus, als sollte der ETSV etwas Zählbares mit nach Hause nehmen: Nach acht Minuten lagen die Eschweger mit 0:5 zurück. Sie wirkten müde und scheiterten mit ihren Angriffsbemühungen immer wieder am glänzend aufgelegten René Hüsken im HSG-Tor. Nach zehn Minuten hatte er bereits sechs Bälle, darunter einen Strafwurf, entschärft. Dann verschätzte er sich jedoch bei einem Tempogegenstoß, foulte Niklas Vaupel leicht und sah dafür die Rote Karte. Eine enorme Schwächung für die Gastgeber, denn sein Vertreter Nico Huth bekam im weiteren Verlauf nur selten eine Hand hinter den Ball.
Die folgende Überzahl nutzte der ETSV, um auf 5:6 (13.) zu verkürzen. Sechs Minuten später führte das junge HSG-Team jedoch wieder mit 12:7. Der ETSV war in der Defensive oft einen Schritt zu spät und fabrizierte im Aufbauspiel etliche Fehler. Das nutzten die Prezic-Schützlinge konsequent zu einfachen Toren.
Zehn Minuten vor dem Pausentee berappelten sich die Dietemänner. Angeführt von Tomislav Zidar, der alle seine Tore in dieser Phase erzielte, ging der ETSV nach einem 7:1-Lauf erstmals mit 14:13 in Führung, musste aber vor dem Abpfiff noch den Ausgleich hinnehmen.

Die Zweite Halbzeit
Den Wiederbeginn verschlief der ETSV dann wieder total. Abspielfehler nutzten die Vereinigten zu Tempogegenstoß-Toren und setzten sich abermals auf 23:19 (40.) ab. Doch die Eschweger gaben sich nicht auf und kämpften sich wie schon so oft in dieser Saison zurück in die Partie. Marian Clipea war kaum zu bremsen, wurde von seinen Mitspielern immer wieder freigespielt und setzte sich in Einzelsituationen durch, bewies aber auch ein Auge für seine Nebenleute.
Die technischen Fehler wurden abgestellt und Eschwege machte aus dem Rückstand eine 27:24-Führung (48.). Die Gastgeber deckten Clipea und Zidar von nun an kurz. Die HSG kam in dieser dramatischen Phase zum Ausgleich. Aber die Gäste behielten die Ruhe. Mit zwei Toren in Folge von Rechtsaußen zum 34:32 aus ETSV-Sicht (58.) stellte Paul Beyer, der eine starke Partie spielte, die Weichen auf Sieg. Den Schlusspunkt setzten Mike Guthardt und Klaus Stephan.

Das Fazit des Trainers
Liviu Pavel: „Ganz wichtige Punkte gegen einen direkten Konkurrenten. Das war ganz wichtig nach den letzten beiden Niederlagen. Kämpferisch war das einfach klasse und angesichts unserer personellen Situation hätte es kaum besser laufen können.“

Spielfilm: 1:0 (1.), 4:0 (6.), 6:2 (10.), 8:6 (15.), 12:8 (21.), 13:10 (25.), 14:14 (30.) - 15:14 (31.), 20:17 (36.), 23:19 (40.), 23:24 (45.), 26:28 (50.), 31:31 (55.), 33:36 (60.).

Für den Eschweger TSV spielten: Brici - Spannknebel 1, Clipea 16/7, Meyer 1, Beyer 4, Guthardt 5, Zidar 4, Stephan 3, Vaupel 2, Regenbogen n.e.

Statistik: Schiedsrichter: Lambmann/Rehm, Siebenmeter: 2/2 - 8/7, Zeitstrafen: 8/8 Minuten; Disqualifikation gegen Hüsken (HSG, 11', grobes Foulspiel);

Spielbericht: Werra-Rundschau; Ergänzungen: Benjamin Brill;
 

Zurück



nach oben