Spielbericht Eschweger TSV - HSG Großenlüder/Hainzell 32:35 (

Aufreger in Minute 59: Stephans Siebenmeter-Tor zählt nicht

Das war bitter: Aufsteiger Eschweger TSV verliert in der Landesliga hauchdünn gegen Spitzenteam Großenlüder/Hainzell. Kurz vor Schluss erhitzten sich die Gemüter.

Einen Punkt hätten sie sich verdient gehabt, die Landesliga-Handballer des Eschweger TSV. Gegen den haushohen Favoriten und Tabellenführer von der HSG Großenlüder/Hainzell fehlte nach einer leidenschaftlichen und kampfstarken Vorstellung aber in einigen Situationen die nötige Kaltschnäuzigkeit und auch das Quäntchen Glück, das es braucht, um gegen ein Top-Team Punkte einzufahren. Endergebnis: 32:35.

Die Enttäuschung war groß bei den Dietemännern, die kurzfristig auf Mike Guthardt (Dienst) und Nicolas Reuchsel (Grippe) verzichten mussten, nach der bisher besten Saisonleistung, die vom lautstarken Publikum mit stehenden Ovationen gewürdigt wurde – lieferten sie dem großen Favoriten doch einen großartigen Kampf auf Augenhöhe. Hinzu kam Unmut über zumindest diskussionswürdige Schiedsrichter-Entscheidungen in der Schlussphase, wobei das junge Gespann über die gesamte Spielzeit auf beiden Seiten nicht den sichersten Eindruck hinterließ. Doch wich die Enttäuschung der Erkenntnis, dass der ETSV mithalten kann in der Landesliga und so langsam in die Spur findet.

Beide Teams waren von Beginn an voll da, wobei die Gäste etwas besser starteten und nach drei Treffern in Folge zum 2:5 (7.) erstmals einen kleinen Vorsprung hatten. Doch die Dietemänner steckten nicht zurück, kamen nach drei Treffern in Folge zum Ausgleich. Nach zwei Unterzahlphasen gerieten die Gastgeber mit 10:14 (22.) in Rückstand, blieben aber bis zur Halbzeit in Schlagdistanz. Nach dem Seitenwechsel fand der ETSV schneller zurück ins Spiel, verkürzte mehrmals auf ein Tor, ehe man zwischen der 40. und 45. Minute in der Offensive etwas den Faden verlor. Das nutzte der Tabellenführer, um die Führung auf 23:28 (46.) auszubauen. Aber die Kreisstädter blieben dran, kämpften sich zurück, stellten in der Schlussphase auf eine offensive Deckung um, die Wirkung zeigte und nach drei Treffern in Folge beim 31:33 knapp drei Minuten vor Abpfiff schien ein Punkt in greifbarer Nähe. Beim Stande von 32:34 (59.) bekamen die Dietemänner einen Strafwurf, Routinier Klaus Stephan trat an, verwandelte – aber die Schiedsrichter geben das Tor nicht. Stephan habe den Fuß gehoben. Damit war die Messe gelesen.

„Es war eine super Teamleistung, wir haben unser Potenzial gezeigt und sind so langsam angekommen in der Landesliga, vielleicht hat uns heute am Ende ein bisschen Glück gefehlt, um etwas Zählbares mitzunehmen“, gab Philipp Haaß, zusammen mit Mike Guthardt Mannschaftskapitän, zu Protokoll.

Und Trainer Christian Löbens’ Fazit lautete: „Das war heute unsere beste Saisonleistung, wir sind als geschlossenes Team aufgetreten. In manchen Situationen fehlt uns noch die Erfahrung, da sind wir noch zu grün hinter den Ohren. Am Ende war es die Summe kleiner Fehler, die das Spiel entschieden hat. Aber darauf können wir aufbauen. Jetzt freue ich mich auf das Spiel nächste Woche gegen die TG Wehlheiden.“

Spielbericht: Werra-Rundschau

 

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